Nostalgieströme

1534495F-DD94-421F-9A0E-11222DACCB41Wir waren vor einiger Zeit in unserem ehemaligen Hort „Weinbergstrolche“. Dort schwelgten wir in alten Erinnerungen und haben mit der Leiterin Kirsten Flügge ein Interview geführt. Heute könnt ihr den zweiten Teil unseres Gesprächs lesen.

Was hat sich in den letzten fünf Jahren drastisch verändert?

Wir sind 2006 in das neue Gebäude gezogen und hatten am Anfang nur zwei Etagen zur Verfügung. Doch nach ein paar Jahren merkten wir recht schnell, dass die Kinderanzahl immer mehr zu steigen schien. Deshalb haben wir die dritte Etage und anschließend sogar die vierte ausgebaut. Und wenn man bedenkt, dass 75 bis 80 Prozent Schulkinder den Hort besuchen, war diese Maßnahme auch dringend notwendig.

Haben Sie zukünftige Pläne für den Hort?

Für das Haus haben wir natürlich immer Ideen. Als Fachberaterin für den DRK-Regionalverband des Jerichower Landes bin ich oft unterwegs, und so sehe ich ständig neue Ideen, die ich dann auch teilweise in unserem Haus umsetze.

Gibt es im Hort zu wenig Mitarbeiter?

Nein, gibt es nicht. Denn laut Gesetz muss ein Mindestpersonalschlüssel über das Jahr eingehalten werden.

Und wie viele Mitarbeiter hat der Hort?

Momentan arbeiten hier 16 Kolleginnen und Kollegen. Regelmäßig sind auch zusätzlich Praktikanten bei uns in der Einrichtung.

Wie wird es geregelt, wenn es Konflikte wegen der Raumverteilung zwischen den Schülern gibt?

Natürlich wissen die Kinder, wie viele von ihnen in einen Raum dürfen. Wenn ein Zimmer besetzt ist, müssen sie sich abwechseln. Außerdem gibt es bestimmte Zeiten, zu denen sie hinein dürfen. Doch wenn es im seltenen Fall Unstimmigkeiten gibt, dann verhelfen die Erzieher ihnen bei der Lösungsfindung. Dies kann aber auch größtenteils durch die Tafeln vor einigen Räumen gelöst werden. Da auf diesen die Namen der Kinder in den Zimmern stehen, sehen die anderen: „Aha! Ist voll, hier kann ich später nochmal reingucken.“

Was war für Sie die herausforderndste Situation mit den Kinder?

Gerade wenn es Kindern nicht gut geht oder Zuhause etwas los war, bin ich emotional sehr bei ihnen. In dem Fall ist es manchmal nicht einfach, das zu klären. Zum Glück haben dann die Horterzieher Zeit für die Kinder, hören zu und reden mit ihnen. Denn Zuhören ist das aller Wichtigste.

Wie wird Streit zwischen Kindern gelöst?

Da gibt es ein ganz klares Prozedere. Erst einmal beobachten die Kollegen die Situation, um zu schauen, ob die Kinder es nicht auch allein geklärt bekommen. Wenn dann aber doch keine Lösung in Sicht ist, können die Kinder sich aus der Situation herausnehmen, um sich zunächst zu beruhigen. Erst dann kommt die Zeit zum miteinander reden, Sichtweisen zu erkennen, und Lösungen zu finden.

 

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